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Schädlings-ABC

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SchabenDeutsche Schabe: Schaben bilden innerhalb der Klasse der Insekten eine eigene Ordnung, die der Blattaria. Es sind etwa 3.000 verschiedene Arten bekannt, die meist in den bewaldeten, tropischen Zonen der Erde beheimatet sind. Unter den Schaben ist die Deutsche Schabe die häufigste. Es ist abstoßend, solche Tiere in der Küche zu haben. Schaben findet man meistens in Bäckereien und Gastwirtschaften, es gibt sie aber auch in Kantinen, Krankenhäusern und privaten Haushalten in der Küche.
Schaben sind jedoch nicht nur abstoßend, sie können auch Nahrungsmittel zerstören, teils durch ihr Nagen, teils durch Verunreinigung und durch den unangenehmen Geruch, den sie verbreiten. Danaben können sie auch an Papier, Leder und Textilien nagen und dadurch Schaden verursachen.


PharaoameiseDie Pharaoameise hat in den letzten Jahren mehrfach für Schlagzeilen gesorgt.
Ursprünglich in Ostasien beheimatet, wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts mit Handelsgütern nach Europa verschleppt. Die Arbeiterinnen sind etwa 2 mm groß, die dunklere Königin etwa 5 mm. Sie ist an beheizte Gebäude gebunden; den Winter unter Freilandbedingungen übersteht sie nicht.
Die Stiche dieser Knotenameise sind sehr schmerzhaft.
Für Furore sorgen immer wieder Berichte über Pharaoameisen in Krankenhäusern. Durch Verunreinigung steriler Geräte, Besiedlung von Lüftungssystemen und Kabeltunneln bis hin zum "Benagen" frischer Operationswunden kann es zu ernsthaften Problemen kommen.
Inzwischen hat sie auch eine besondere Vorliebe für EDV-Anlagen entwickelt. Angelockt durch die Wärme solcher Geräte und bestimmte Materialien im Inneren kommt es zu Komplikationen, bis hin zu Elektrobränden.
Eine Bekämpfung der versteckt lebenden Pharaoameisen ist sehr schwierig und aufwendig, da das gesamte Nest von der Bekämpfung erfasst werden muss.


SchmeissfliegeSchmeißfliegen sind weltweit verbreitet. Sie sind gefährliche Gesundheitsschädlinge und verunreinigen und infizieren Nahrungsmittel mit Kot, Speichel und Krankheitserregern. Die Aufnahme von Flüssigkeit aus Fäkalien stimuliert die Eiproduktion und die Aufnahme von Flüssigkeit von Fleischoberflächen regt die Eiablage an. Durch den abwechselnden Aufenthalt auf Aas und Lebensmitteln ist diese Fliege nicht nur unappetitlich, sondern sie überträgt auch gesundheitsschädliche Keime und verschmutzt Nahrungsmittel.


HausmausHausmaus: Auf der Oberseite dunkel bis schwarz, unterseits grau gefärbt. Körper und Schwanz jeweils bis 9 cm lang. Große Vermehrungsfähigkeit. 4-8 Junge pro Wurf, 4-6 Würfe jährlich. Lebt bevorzugt in trockenen Räumen, kann sich gut an verschiedene Bedingungen anpassen, z.B. an Kälte (Vorkommen in Kühlhäusern). Lebens- und Futtermittel, aber auch Textilien, Papier, Leder u.a. werden von ihr angefressen und durch Exkremente verunreinigt. An Getreide unterscheidet sich Auftreten der Mäuse von Rattenbefall durch das Vorhandensein von kleinen, ca. 1-2 mm großen Nagespänen (Spelzen, Kornstückchen). Überträgt auch Krankheiten, z.B. Paratyphus, Trichinose u.a.


MilbenMilben gehören systematisch gesehen zu den Spinnentieren. Die meisten Arten sind so klein, daß sie mit bloßem Auge kaum wahrgenommen werden. Auch für Experten ist es mitunter nicht leicht, die Art zu bestimmen, zumal ständig neue Arten entdeckt werden. Bis 1989 waren 60.000 Milbenarten bekannt. Mittlerweile dürften es erheblich mehr sein. Befallene Körner, Teig- und Bckwaren sind wie von einer hellen Staubschicht überzogen. Bei Getreidekörnern wird zunächst die Keimanlage, dann der Mehlkörper befressen. Beim Mehl findet man auf der Oberfläche und im Inneren feine Milbengänge. Befallene Produkte verderben, schmecken bitter und sind für Mensch und Tier gesundheitsschädlich.


WanderratteDie Wanderratte - Größe: Erwachsenes Tier: Körper 19 – 25 cm lang, Schwanzlänge 16 – 20 cm. Farbe:Grau-braun, meist mit heller Bauchseite. Ohren: Rel. klein, kleiner als bei Hausratte, Abstand zwischen Ohren und Augen recht weit (Ohren würden nach vorne geklappt die Augen erreichen).
Verschmutzung und Fraß von Nahrungs- und Futtermittel aller Art, auch verdorbener und faulender Substanzen. Daher häufig auf Müllplätzen. Nagetätigkeit an Verpackungs- und Baumaterial. Überträgt direkt oder indirekt viele gefürchtete Krankheiten auf Mensch und Vieh, zum Beispiel Thyphus, Cholera, Ruhr, Pest, Tuberkulose, Trichinose, Maul - und Klauenseuche u. a.

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